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Alina Weber
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Was die schwimmerischen Leistungen des Jahrgangs 1995 bei
den Mädchen in unserem Landesverband angeht, können
wir im SV NRW auf unsere jungen Damen wirklich stolz sein.
Bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften Ende November
in Wuppertal waren unsere 95'iger Mädels sechsmal Schnellste
ihres Jahrgangs, viermal waren sie Zweitschnellste und dreimal
Drittschnellste. Großen Anteil an diesen großartigen
Erfolgen hat Alina Weber von der SG Dortmund, die wir hier
in unserer Reihe der Sportlerportraits unseren Lesern näherbringen
wollen.
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Schon seit einigen Jahren ist die am 01. Februar 1995 in Dortmund
geborene Alina Weber Garant für herausragende Leistungen.
Seit dem sie bei SV NRW-Meisterschaften startet, sammelt sie fleißig
Jahrgangstitel und Medaillen. Allein bei den NRW-Kurzbahnmeisterschaften
2011 in Gelsenkirchen gewann die Schülerin des Dortmunder
Goethe-Gymnasiums, wo sie der Stufe elf angehört, fünf
Jahrgangstitel.
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Deutscher Rekorde mit der 4x200m
Freistilstaffel der SG Dortmund Alina Weber (ganz rechts)
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Sportlicher Höhepunkt dieser NRW-Titelkämpfe
waren jedoch zwei neue Deutsche Rekorde, an denen Alina
Weber als Mitglied der 4x100m und 4x200m Freistilstaffeln
der SG Dortmund beteiligt war. "Die Deutschen Rekorde
mit den Staffeln bedeuten mir sehr viel. Besonders weil
wir uns in der Mannschaft untereinander sehr gut verstehen.
Wenn wir dann zusammen solche Rekorde aufstellen, schweißt
uns das noch mehr zusammen", sagt Alina, die Mannschaftswettbewerbe
wie die DMS oder DMSJ überhaupt zu ihren Vorlieben
zählt.
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Auch bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal bewies
Alina Weber ihr großes Talent. Über 100m Freistil war
sie die Schnellste des Jahrgangs 1995, über 200m Freistil
war sie Zweitschnellste und über 50m Freistil und 50m Schmetterling
schlug sie jeweils als Drittschnellste des Jahrgangs 1995 an.
Verdienter Lohn für diese Leistungen war dann folgerichtig
die Nominierung des DSV für den Jugendländerkampf vom
09. bis 11. Dezember in Portland (USA). Bei diesem hochkarätig
besetzten Wettkampf belegte Alina über 100m Freistil Platz
acht und gewann mit der 4x100m Freistilstaffel die Silber- und
mit der 4x200m Freistilstaffel die Bronzemedaille.
Schwimmen tut Alina schon so lange sie denken kann. Begonnen
hat alles bereits mit dem Babyschwimmen. Seit 2003 gehört
sie ununterbrochen der SG Dortmund an. "Früher habe
ich zweimal die Woche Schwimmen und zweimal Leichtathletik gemacht.
Schwimmen konnte ich aber immer schon besser und es hat mit auch
mehr Spaß gemacht", erzählt Alina. Ihrem Verein
und ihrem Wohnort Dortmund ist Alina sehr verbunden. Sie könnte
sich nicht vorstellen, woanders als in Dortmund zu wohnen.
Reisen würde sie allerdings gerne einmal nach New-York.
Das sie einmal woanders als bei der SG Dortmund schwimmen würde,
ist für die 16-jährige ebenfalls kein Thema. "Bei
der SG Dortmund gefällt mir besonders gut, dass wir in der
Mannschaft ziemlich viele Mädchen sind, die ungefähr
gleich schnell sind. Wir haben damit eine starke Trainingsgruppe
und puschen uns schon im Training gegenseitig hoch. Das wir uns
auch privat gut verstehen ist ein weiterer Grund, dass es mir
bei der SG Dortmund so gut gefällt", schwärmt
Alina von ihrem Klub.
Sportlich vorbelastet ist Alina Weber durch ihre Mutter, die
früher ebenfalls geschwommen ist. Auch ihr Bruder war als
Schwimmer aktiv. Ein sportliches Vorbild hat Alina nicht mehr.
"Früher hatte ich Laure Manaudou als Vorbild. Seitdem
sie aber nicht mehr schwimmt, habe ich kein Vorbild mehr",
sagt Alina. In erster Linie ist Alina Weber Freistilschwimmerin,
wobei sie die Strecken von 50 bis 200m bevorzugt. "Am
liebsten sind mir die 100m, danach folgen die 200 und die 50m.
400m sind bei mir mehr die Ausnahme. Gerne schwimme ich aber auch
Schmetterling", erzählt uns Alina.
Neben ihren bereits erwähnten Erfolgen bei SV NRW-Meisterschaften,
wo sie außer ihren Jahrgangsmedaillen auch schon zwei Bronzemedaillen
in der offenen Klasse gewann. (NRW-Kurzbahn 2011 100m und 200m
Freistil. 200m mit neuem NRW-Jahrgangsrekord), kann Alina auch
bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften einige Erfolge aufweisen.
2007 wurde sie bei ihrem ersten Auftritt bei den "Deutschen"
Fünfte im Jugendmehrkampf. Ein Jahr später folgte ein
dritter Platz über 100m Schmetterling, 2010 gewann sie Bronze
über 100m Freistil und in diesem Jahr wurde sie jeweils Deutsche
Vizemeisterin über 100 und 200m Freistil.
Was ihr noch fehlt ist ein Titelgewinn. Mit der Münchenerin
Alexandra Wenk und Johanna Friedrich aus Magdeburg hat Alina allerdings
auch stärkste Konkurrenz vor der Brust. "Bei jeder
Strecke, die ich bisher auf Deutschen Meisterschaften geschwommen
bin, war ich immer im Jahrgangsfinale", sagt Alina mit
berechtigtem Stolz. Ihre starken Leistungen bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften
verschafften Alina Weber bereits 2009 ihren ersten Auftritt in
einer DSV-Auswahl.
Bei den EYOF im finnischen Tampere stand sie im deutschen Aufgebot,
wo sie mit der 4x100m Freistilstaffel auf Platz vier schwamm.
Diese Jugendolympiade im hohen Norden bleibt für Alina unvergesslich.
"Die Eröffnungsveranstaltung der EYOF war das größte,
was ich bisher erlebt habe", zeigt sich Alina Weber immer
noch total begeistert.
Unter diesem Eindruck rückt auch ihre diesjährige Teilnahme
an der JEM in Belgrad etwas in den Hintergrund, obwohl auch diese
Titelkämpfe einen Meilenstein ihrer sportlichen Karriere
darstellen. In ihren Einzelrennen über 50 und 100m Freistil
kam für Alina in Belgrad bereits das Aus im Vorlauf. Pech
hatte sie zudem mit der 4x100m Freistilstaffel, die im Vorlauf
wegen eines Frühstarts disqualifiziert wurde. Mit der 4x200m
Freistilstaffel belegte sie bei der JEM Platz sechs.
Für 2012 hat sich Alina, die gerne Pizza und Döner
isst, Schokolade aber besonders liebt "Schokolade geht
immer", vorgenommen natürlich neue Bestzeiten zu
schwimmen, bei Deutschen Meisterschaften gute Platzierungen im
Jahrgang zu erreichen und in der offenen Klasse einmal in einem
B-Finale zu stehen. Irgendwann will sie bei nationalen Titelkämpfen
aber auch ein A-Finale erreichen.
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2013 will Alina ihr Abitur machen und anschließend
studieren, wobei sie derzeit jedoch noch nicht weiß
in welche Richtung das gehen soll. In ihrer knapp bemessenen
Freizeit hört Alina gerne Musik und zwar alles, was
gerade in den Charts ist, aber auch shoppen ist gerne einmal
angesagt. Wenn sie Sport im Fernsehen schaut, steht, wie
es sich für eine waschechte Dortmunderin gehört,
natürlich Fußball mit dem BvB an erster Stelle.
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Alina Weber
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Menschen, die sie mag sollten ehrlich, treu und lustig sein.
"Am meisten bewundere ich Menschen, die trotz großer
sportlicher Erfolge auf dem Boden bleiben", verrät
Alina. Was sie gar nicht abkann sind Lügen. Alina, die von
sich behauptet von Natur aus zu den Schüchternen im Lande
zu gehören, gibt uns dann noch mit auf dem Weg, dass sie
unbedingt ihren Eltern Dank schuldig ist. "Ohne die Unterstützung
durch meine Eltern wäre der ganze Aufwand, den das Schwimmen
mit sich bringt, überhaupt nicht zu schaffen", sagt
Alina Weber, von der wir gerne auch in Zukunft viel Positives
berichten wollen.
Peter Kuhne