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Christoph Fildebrandt
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Als ich Christoph Fildebrandt von der SG Remscheid erstmals
so richtig bewusst wahrnahm, war er gerade NRW-Kurzbahnmeister
der offenen Klasse 2006 über 400m Freistil geworden.
Hierüber war der 1,92 Meter große Hüne aus
der Röntgenstadt sehr überrascht, hatte er doch
seine persönliche Bestzeit über diese Strecke
um mehr als zwölf Sekunden verbessert. Genauso überrascht
war Christoph Fildebrandt als er erfuhr, dass er Jugendschwimmer
des Jahres 2006 im SV NRW geworden war.
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"Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Ich habe
immer geglaubt dass Marius Bornheim von der SG Bayer Wuppertal/
Uerdingen/ Dormagen die Wertung gewinnt", sagt Christoph.
Die Leistungen des am 27. Mai 1989 in Wuppertal geborenen jetzigen
Remscheiders im Wettkampfjahr 2006 sprechen aber eine deutliche
Sprache, die den Gewinn des Titels Jugendschwimmer
des Jahres durchaus rechtfertigen.
Schwimmsport betreibt Christoph Fildebrandt seit 1999, wobei
seine sportliche Heimat immer die SG Remscheid war. Vorher hat
er Handball gespielt, das Schwimmen anschließend parallel
betrieben, bevor er erkannte, dass ihm Schwimmen am meisten Spaß
macht.
Auf NRW-Ebene feierte er bereits im Jahr 2000 seinen ersten
Erfolg, als er mit der Mannschaft der SG Remscheid bei der DMS-J
Platz zwei im SV NRW belegte. Seine erste Einzelmedaille im SV
NRW gewann er 2002, wo er über 1500m Freistil Bronze holte.
In der Folge verließ Christoph die ganz langen Strecken
und konzentrierte sich mehr auf die Freistildistanzen von 50 bis
400m Metern. "Alles was weiter als 400m ist, fällt
mir inzwischen sehr schwer. Auch fehlt mir hierfür die nötige
Motivation. Am meisten trainiere ich auf die 200m Freistil. Hierüber
wurde ich auch 2005 erstmals NRW-Jahrgangsmeister und blieb unter
zwei Minuten", beschreibt Christoph seine Vorlieben,
zu denen auch die 50m Schmetterling gehören.
Den Titel über die 200m Freistil aus 2005 bezeichnet Christoph
als Meilenstein seiner Karriere, konnte er hier doch erstmals
seinen ewigen Konkurrenten im Jahrgang 1989, Marius Bornheim bezwingen.
"Zwei, drei Jahre vorher wurde ich hinter Marius immer
nur Zweiter, bis dann 2005 endlich der Knoten platzte",
freut sich Christoph immer noch über den ersten Sieg über
den Wuppertaler. Der brachte ihm allerdings auch seine schmerzhafteste
Niederlage bei, als er bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften
2006 in Berlin mit der Winzigkeit von einer Hunderstelsekunde
den Titel vor Christoph Fildebrandt gewann. "Das war schon
ärgerlich, mit nur einer Hunderstel geschlagen zu werden.
Inzwischen sind wir aber immer näher zusammen gerückt",
vermeldet Christoph.
Zwangsläufig fällt in diesem Zusammenhang immer die
Frage nach einem Wechsel von der Röntgenstadt an die Wupper.
Viele Leistungsträger, genannt seien hier beispielsweise
Desirée Mahle, Marc Uppenkamp und Jan-Christoph und Felix
Gasse verließen die SG Remscheid und suchten ihr Glück
wenige Kilometer weiter im Schwimmleistungszentrum Wuppertal bei
der dort beheimateten SG Bayer. "Für mich kommt das
nicht in Frage", bekennt sich Christoph Fildebrand ganz
klar zur SG Remscheid. "Ich habe hier super Trainingsbedingungen,
komme ausgezeichnet mit meinem Trainer klar und komme auch weiter,
wie man an meinen Ergebnissen sieht", fügt er hinzu.
Ein bisschen getrübt sind seine Trainingsbedingungen allerdings
aufgrund seiner schulischen Verpflichtungen. Christoph besucht
die zwölfte Klasse der Remscheider Sophie-Scholl-Gesamtschule,
wo er zwei Mal die Woche auch nachmittags Unterricht hat, mit
der Folge, dass er an diesen Tagen nicht dass volle Trainingsprogramm
absolvieren kann, dass insgesamt sechs bis acht Einheiten in der
Woche umfasst, wobei zweimal wöchentlich auch Frühtraining
auf dem Programm steht. Seine Schulausbildung will Christoph Fildebrandt
im Jahre 2009 mit dem Abitur abschließen. Danach möchte
er zur Bundeswehr und hofft, in die Sportförderkompanie aufgenommen
zu werden. Eventuell wird er aber auch ein Studium beginnen. Bis
es soweit ist, will Christoph im Schwimmbecken noch einiges erreichen.
Sein Blick richtet sich auf die JEM-Teilnahme 2007 in Antwerpen.
"2006 war die JEM für mich noch kein Thema, aber
in diesem Jahr hoffe ich schon darauf. Ausrechnen tue ich mir,
wenn es gut läuft, einen Staffelplatz". Mit seinem
dritten Platz 2005 über 50m Freistil, sowie Platz zwei über
die gleiche Strecke in 2006, sowie Rang drei über 200m Freistil
bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften hat Christoph Fildebrandt
bereits einige Duftmarken gesetzt. Den Vizemeistertitel über
50m Freistil bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2006 in
Berlin, sowie den Gewinn der NRW.Meisterschaft in der offenen
Klasse über 400m Freistil auf der Kurzbahn im gleichen Jahr
bezeichnet Christoph als seine bisher schönsten Erlebnisse
im Schwimmsport.
In seiner Freizeit spielt er gerne Basketball und sitzt auch
gerne vor dem PC. "Da ist aber auch noch eine Freundin,
mit der ich gerne meine Zeit verbringe" verät uns
der Jugendschwimmer des Jahres 2006, der durchaus auch Ambitionen
hat, sich diesen Titel auch 2007 zu holen.
Peter Kuhne